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Freitag, 17.08.2012 13:46

Telekom und 1&1 schließen VDSL-Kooperation

aus dem Bereich Breitband

Die Deutsche Telekom und der Provider 1&1 werden künftig VDSL-Partner. Erst Anfang Juli hatte die Bundesnetzagentur für das von der Telekom auf Druck der Regulierungsbehörde überarbeitete VDSL-Preismodell grünes Licht gegeben. Die Telekom ermöglicht 1&1 auf Basis des neuen Vorleistungsmodells die Buchung größerer Kontingente an bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) schnellen Breitbandzugängen. Damit kann der Internet-Anbieter die wachsende Nachfrage nach schnellen Internetzugängen abdecken, die 1&1 aktuell in Form der Doppel-Flat 50.000 zu einem monatlichen Preis ab 34,99 Euro anbietet.

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Bessere Auslastung der VDSL-Infrastruktur

Die Telekom selbst verspricht sich von dem Kontingent-Modell eine bessere Auslastung ihrer VDSL-Infrastruktur, über die sie in 50 Städten technisch rund elf Millionen Haushalte erreichen kann. Die Zahl der aktiven VDSL-Anschlüsse stieg in diesem Jahr auf rund 722.000 an. "Wir investieren Milliarden in die Breitbandnetze. Durch das Kontingent-Modell übernehmen Partnerunternehmen einen Teil des Risikos der hohen Infrastrukturinvestitionen", betont Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom.

Das überarbeitete Kontingent-Modell sieht nun ein Sonderkündigungsrecht für Unternehmen vor, wenn sie alternativ neue Glasfaseranschlüsse nutzen wollen. Außerdem wurde die Mindestkontingentgröße verkleinert. Damit setzte die Bundesnetzagentur durch, dass auch kleinere mittelständische Unternehmen Kontingente an VDSL-Anschlüssen bei der Telekom buchen können. Schließlich wurde auch das monatliche Entgelt pro VDSL-Anschluss im Rahmen dieses Vorleistungsmodells um 50 Cent erhöht.

Gespräche mit NetCologne - Telekom will auch Glasfaser-Kontingente vermarkten

Bereits im Januar hatte die Telekom eine VDSL-Netzallianz mit NetCologne auf Basis eines VDSL-Kontingent-Modells bekanntgegeben. NetCologne sollte VDSL-Anschlüsse der Telekom buchen, im Gegenzug hätte die Telekom eine bestimmte Anzahl von Glasfaseranschlüssen von NetCologne mieten sollen. Im April war die VDSL-Netzkooperation am Einspruch der Netzagentur gescheitert. Beide Unternehmen führen nach Angaben der Telekom derzeit aber Gespräche, um die Kooperationsvereinbarung an das überarbeitete Kontingent-Modell anzupassen. Neben 1&1 und NetCologne plant der Bonner Konzern auch weitere Kooperationen auf Basis des neuen VDSL-Preismodells. Das Unternehmen will zudem auch Glasfaseranschlüsse als Vorleistungsprodukt über Kontingente anbieten.

red
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