Telekom: VDSL-Offensive und Speed von 100 Mbit/s
Die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia und Co. punkten bei Neukunden mit hohen Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und mehr. Die DSL-Provider bieten dagegen nur Surfgeschwindigkeiten von 16 Mbit/s per DSL beziehungsweise 50 Mbit/s per VDSL. Die Deutsche Telekom will die Kabel-Konkurrenz nun angeblich offensiv angreifen. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" (WiWo) prüft der Bonner Konzern, die VDSL-Technik auf das gesamte Verbreitungsnetz der Kabelkonkurrenten auszudehnen.
VDSL für über 20 Millionen Haushalte
Die Telekom bietet VDSL bislang nur in 50 Großstädten an, verfügbar sind Download-Bandbreiten von 25 und 50 Mbit/s. Durch Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu den am Straßenrand platzierten Verteilerschränken lässt sich die Zahl der möglichen Kunden drastisch erhöhen. Erreichte die Telekom technisch bislang elf Millionen Haushalte per VDSL, könnten nach dem angedachten Ausbau über 20 Millionen Haushalte auf die schnellen Internetzugänge zugreifen. Die Kosten für die flächenmäßige Ausdehnung der VDSL-Technik liegen laut der Telekom bei fünf bis sechs Milliarden Euro.
Zusätzlich könnten die VDSL-Zugänge auch auf bis zu 100 Mbit/s beschleunigt werden. Nach Angaben der "WiWo" prüft der Bonner Konzern ein neues Übertragungsverfahren von Alcatel-Lucent, mit dem sich die schnelleren Geschwindigkeiten realisieren lassen. Offiziell hat die Telekom die angedachten Ausbaupläne aber noch nicht beschlossen. Viel Zeit lassen kann sich das Unternehmen jedoch nicht, da die Kabelnetzbetreiber inzwischen rund jeden zweiten Breitband-Neukunden für Kabel-Internet gewinnen können.
red