Terabit-Ethernet: Neue LAN-Standards in Entwicklung
Schnelle Internetanschlüsse sind heutzutage eher der Standard als die Ausnahme, Bandbreiten von weit mehr als 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Privatnutzer immer häufiger über DSL oder Kabel verfügbar. Dieses Wachstum kombiniert mit entsprechend Bandbreiten-intensiven Inhalten wie Video-on-Demand, IP-TV oder Cloud-Computing erfordert paralleles Wachstum auf Netzebene. Um dieser Entwicklung die entsprechende Technik in die Hand geben zu können, arbeitet die Standardisierungskommission IEEE an neuen Ethernet-Standards.
Wachstum fördern
Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) plant bis zum Jahr 2020 neue Ethernet-Standards zu spezifizieren. Dadurch sollen Übertragungsraten von bis zu 10 Terabit pro Sekunde (TB/s) in einem standardisierten Verfahren ermöglicht werden. Der Ethernet-Standard bildet das Standbein der Netzwerktechnik, sowohl beim Privatkunden als auch in Rechenzentren. Alle modernen lokalen Netze basieren auf dieser Technologie. Allerdings existieren derzeit nur Standards mit Übertragungsraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (GBit/s).
Um auch in Zukunft ausreichend leistungsstarke Netze mit entsprechend performanter Hard- und Software aufbauen zu können, hat es sich die IEEE durch die Gründung einer Arbeitsgruppe bis zum Jahr 2015 zum Ziel gesetzt, einen neuen Ethernet-Standard zu erarbeiten, der Daten problemlos mit bis zu einem Terabit pro Sekunde übertragen kann. Bis in 2020 soll ein neuer Standard sogar bis zu zehn Terabit pro Sekunde erlauben.
Der Blick in ein Rechenzentrum. Bild: Wikipedia.
Traffic verdoppelt sich alle 18 Monate
Den Anstoß für die Weiterentwicklung der Technologie setzte eine von der IEEE ausgearbeitete Studie, nach der 2011 noch 21 Prozent aller Ethernet-Verbindungen mit 100 Mbit/s-Technik aufgebaut wurden - nur 8 Prozent basierten auf Gigabit-Ethernet, das bis zu 100 GBit/s erlaubt. Die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich diese Verteilung in nächster Zeit umkehrt und Gigabit-Ethernet den neuen Großteil darstellt. Die Studie analysiert verschiedenste Daten seit 2007. Interessant ist, dass sich das internationale Datenaufkommen alle 18 Monate verdoppelt. Höchste Zeit also, vom Gigabit- ins Terabit-Zeitalter vorzustoßen.
red