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Dienstag, 04.09.2012 14:46

Gratis-WLAN in Berlin: Projekt der Wall AG beendet

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Die Wall AG versorgte Berlin einen Sommer lang mit Gratis-Hotspots, jetzt ist das von vornherein zeitlich begrenzte WLAN-Projekt beendet und die Hauptstadt-Bewohner und Touristen stehen wieder ohne kostenlose Internetzugangspunkte da. Laut Initiator war das Sommerprojekt ein Erfolg, dennoch soll es vorerst nicht weitergeführt werden. Berlin sucht währenddessen nach einem Partner, um weiterhin eine WLAN-Versorgung zu bieten.

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Täglich etwa 600 Nutzer

Zwischen Ende Mai und Ende August konnten an rund 30 Standorten in der Berliner Innenstadt kostenlose WLAN-Hotspots der Wall AG genutzt werden. Nötig waren eine WiFi-App der Wall AG  und eine einmalige Registrierung. Die für das iPhone und Android-Smartphones in den Sprachen Deutsch und Englisch verfügbare Anwendung sei in diesen drei Monaten rund 40.000 Mal heruntergeladen worden. "Pro Tag nutzten rund 600 User das neue WiFi-Angebot", teilt das im Bereich Stadtmöblierung und Außenwerbung aktive Unternehmen mit. Etwa die Hälfte der Nutzer stammten laut Anbieter aus dem europäischen Ausland oder Russland. Mobilgeräte wie Handys machten mit 98 Prozent den Löwenanteil aus.

Der Vorstand der Wall AG, Daniel Wall, wertet das Projekt als Erfolg, die Zahlen hätten die Erwartungen übertroffen. "Insbesondere das hohe, positive Feedback von ausländischen Touristen auf unser Angebot bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass kostenfreies WLAN im öffentlichen Raum ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Städte ist, die ein hohes touristisches Aufkommen aufweisen", kommentiert Wall. Trotzdem wird der Service vorerst wieder eingestellt. "Wir wollten mit diesem zeitlich begrenzten Projekt wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unseres bluespot Systems und unserer neuen Wartehalle AVUS sammeln", sagt Wall.

Berlin sucht WLAN-Betreiber

In Berlin geht unterdessen die Suche nach einem Hotspot-Anbieter weiter. Wie die "Berliner Zeitung" am 17. August auf ihrer Website berichtete, startete der Berliner Senat Mitte Juli ein Interessenbekundungsverfahren für mögliche Partner, die kostenlose WLAN-Punkte errichten und betreiben möchten. Dieses laufe bis Ende Oktober. Dem Bericht zufolge wurden außerdem Datenschutzbedenken bezüglich der Wall-App geäußert. Die Spandauer Piraten Fraktion hätte die Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von Daten wie den Namen, E-Mail-Adresse sowie Geräteinformationen kritisiert.

red
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