Dienstag, 02.10.2012 16:01
Trinity: AMD legt Desktop-CPUs nach
Jetzt kommen die Trinity-Prozessoren auch für Desktop-Computer an die Oberfläche: AMD hat sechs Modelle der aus Prozessor und Grafikchip bestehenden APUs offiziell vorgestellt – nachdem beispielsweise Aldi mit dem Akoya P 4210D bereits im Juli einen entsprechend bestückten Rechner verkauft hat. Als Zielgruppe hat sich der Hersteller Mainstream-Gamer und preisbewusste Anwender herausgepickt, die sich ihren PC selbst zusammenstellen möchten oder sich für einen Wohnzimmer-PC interessieren.
Topmodell: AMD A10-5800K
Insgesamt sollen künftig vier Quad-Core-CPUs und zwei Dual-Core-Exemplare bereitstehen. Flaggschiff der A-Serie ist die APU A10-5800K mit einem Basistakt von 3,8 Gigahertz (GHz), 4 Megabyte (MB) L2-Cache und Radeon HD 7660D Grafik mit 800 Megahertz (MHz) sowie 384 Radeon-Kernen. Der Prozessortakt kann sich bei diesem Modell mittels AMD Turbo Core 3.0 auf 4,2 GHz erhöhen. Die Thermal Design Power (TDP) liegt laut AMD bei maximal 100 Watt. Sparsamer, da mit 3,4 beziehungsweise 4,0 GHz niedriger getaktet, ist der A10-5700, bei dem auch der Grafiktakt geringer ausfällt. Auch in der A8-Reihe hält der Hersteller zwei APUs mit identischer Grafikeinheit bereit. Sowohl der A8-5600K mit 3,6 bis 3,9 GHz als auch der A8-5500 mit 3,2 bis 3,7 GHz nutzen eine Radeon HD 7560D mit 256 Kernen und 760 MHz. Sie unterscheiden sich jedoch ebenfalls bezüglich der Energiebilanz mit 100 beziehungsweise 65 Watt. Die beiden Zweikerner A6-5400K mit 3,6 bis 3,8 GHz und HD 7540D sowie A4-5300 mit 3,4 bis 3,6 GHz und HD 7480D kommen schließlich mit 1 MB L2-Cache und 65 Watt aus.
Wie auch bei den Vorgängern hat AMD wieder Wert auf die Grafikleistung der APUs gelegt: Auch ohne zusätzliche Grafikkarte mit dediziertem Speicher sollen sich bis zu vier Monitore gleichzeitig anschließen lassen. Für anspruchsvolle Anwendungen vertragen sich die Prozessoren mit einem zweiten Radeon-Chip. Mit einem A10-5800K und einer Radeon HD 6570 hat AMD eigenen Angaben zufolge eine Performance-Steigerung von etwa 75 Prozent ausgemacht.
Das US-Unternehmen gibt für seine neuen A-Serie-APUs Preise von 53 bis 122 US-Dollar an, was rund 41 bis 94 Euro entspricht. In deutschen Onlineshops sind die Prozessoren bereits gelistet und für rund 55 bis 120 Euro bestellbar.
red