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Sonntag, 28.10.2012 06:01

Auslaufmodell SMS: Kunden möchten nicht mehr zahlen

aus dem Bereich Mobilfunk

Die Kurznachricht hat es nicht einfach. Seitdem der Kern der Handy- und neuerdings Smartphone-Nutzung nicht mehr von SMS und Telefonie gebildet wird, hat sich das Nutzungsverhalten der Benutzer verändert. Die SMS wird von Messenger-Apps abgelöst, die Informationen über das mobile Datennetz austauschen. Die logische Folge: der Sinn einer auf 160 Zeichen begrenzten, oftmals kostenpflichtigen Nachricht wird vom Kunden in Frage gestellt.

Ein Dino aus alten Zeiten

Eigentlich ist es schon verwunderlich, wie allgegenwärtig der "Short Message Service" bei der Handynutzung trotz kostenloser Messaging-Alternativen bis heute geblieben ist. Nur durch Aneinanderreihung von mehreren SMS lassen sich mehr als 160 Zeichen unterbringen. Weder Bilder noch Videos oder sonstige Grafiken sind möglich. Und doch fallen meist zwischen 8 und 29 Cent pro Nachricht an, sofern keine Flat-Option besteht oder hinzugebucht ist.

Für die Mobilfunkanbieter war die SMS immer der Goldesel - sehr geringe Übergabegebühren in Fremdnetze, verglichen mit hohen SMS-Preisen pro Stück, lassen die Kassen auch heute noch klingeln. Besonders laut bei netzinternen Nachrichten, die quasi kostenfrei übertragen werden - sofern man die Kosten für die Netz-Infrastruktur außer Acht lässt.

Doch auch wenn Kurznachrichten weiterhin eine nette und vor allem zuverlässige Alternative zu Diensten wie Skype, iMessage oder WhatsApp sind, so scheint es, als habe die SMS bald ausgedient - jedenfalls dann, wenn weiterhin Gebühren dafür anfallen. Lischke Consulting hat jetzt 1.000 Bundesdeutsche zum Thema SMS befragt. 56 Prozent der Befragten gaben an, nicht mehr länger bereit zu sein, für eine SMS zu bezahlen. 60 Prozent halten den Dienst gar für überholt.

Joyn als SMS-Nachfolger

Dies zeigt, dass die Alternativen zur SMS in der Bevölkerung angekommen sind. Nicht zuletzt auch durch die gute Abdeckung von mobilem Internet. Ist die dauerhafte Verfügbarkeit von GPRS, Edge, 3G oder LTE gewährleistet, geht der SMS ihr letzter Joker durch dauerhafte Verfügbarkeit flöten. Kein Wunder also, wieso die Netzbetreiber nach neuen Einnahmequellen suchen. So steht mit "Joyn" der SMS-Nachfolger schon bereit.

red
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