Voice over IP, kurz VoIP, also die Telefonie übers Internet (
IP steht hier für das Internetprotokoll), erfreut sich
wachsender Beliebtheit. Je mehr Nutzer per
Breitband-Internet und Datenflatrate online gehen, desto attraktiver wird es, sein gutes, altes Telefon aus der Festnetz-Buchse und in den Router zu stöpseln. Auch im
Mobilfunk hält VoIP, dank wachsender Übertragungsraten, Einzug, auch wenn sich so mancher Netzbetreiber gern dagegen
zur Wehr setzt. Auf unseren
VoIP-Seiten finden Sie Tipps & Tricks, was es in Sachen VoIP zu beachten gibt. Außerdem haben wir alle
Anbieter und Tarife übersichtlich für Sie zusammengestellt. Unsere
Hardware-Übersicht bietet Ihnen einen bequemen Einblick, wie Sie Ihrem Telefon das Surfen beibringen.
Übersicht
Direkt zu den Serviceseiten
- Einführung, Vor- und Nachteile
- Schritt für Schritt zum VoIP-Anschluss
- Rufnummern fürs Internet
- Anbieter und Tarife im Überblick
- Hardware für VoIP
- Softphones – sanfter VoIP-Einstieg
- ENUM – die Nummer für alle Fälle
- Notrufe und VoIP
Revolution oder Evolution – egal, wie es die alten Branchenhasen drehen und wenden, VoIP ist längst keine Spielerei für Computer-Freaks mehr. Spätestens seit im September 2006 die Entscheidung für die Regulierung des so genannten
IP-Bitstrom-Zugangs gefällt wurde, wird in vielen deutschen Haushalten das Festnetz eingemottet und an seine Stelle tritt
VoIP per "nacktem" DSL. Aber auch "hinter der Wand" verändert die neue Technik einiges, ohne dass der Kunde unbedingt etwas davon mitbekommt, Stichwort:
Next Generation Network. Das NGN ist nämlich ein IP-basiertes Telefonnetz, mit dem einige Anbieter wie
Arcor derzeit die technische Trennung zwischen Telefon- und Datenleitung in ihrem eigenen Netz auflösen.
Gespräche häppchenweise
Ob nun aber Voice over Internet oder Voice over NGN, die Technik ist prinzipiell gleich: VoIP bezeichnet die Übertragung von gesprochener Sprache in Echtzeit über eine Datenleitung. Im Gegensatz zur Festnetz-Telefonie werden hier die akustischen Informationen in einzelne, kleine Datenpakete gewandelt und über den Internet-Anschluss versandt. Das macht die Vermittlung flexibler und benötigt weniger Kapazität, da zusätzlich Komprimierungsverfahren und Filter dafür sorgen, dass die Datenmenge des Gesprächs möglichst klein gehalten wird. Im normalen Festnetz wird hingegen für jedes Telefonat eine separate Leitung aufgebaut und fest reserviert, egal, wie viele Informationen tatsächlich fließen. Rege Diskussion oder langes Schweigen, die klassische Telefonie kennt da keinen Unterschied und hält die Exklusiv-Verbindung.
VoIP dagegen ist sparsamer: Neben den kleinen Datenpaketen des einen Gesprächs kann dieselbe Leitung auch andere Daten transportieren, etwa weitere Telefonate, E-Mails, Web-Inhalte oder was sich sonst noch in kleine IP-Pakete packen lässt. Jedoch kann die VoIP-Übertragung beispielsweise durch parallel durchgeführte Downloads negativ beeinflusst werden, da ein hohes Daten-Verkehrsaufkommen zu unerwünschten Verzögerungen bei der Übertragung führen kann. Um das zu vermeiden, setzen Netzbetreiber, aber auch Hardware-Hersteller wie beispielsweise
AVM, auf Techniken, die VoIP-Daten bevorzugt behandeln und somit für eine priorisierte Übertragung sorgen.